Ein Verkehrsunfall passiert häufig innerhalb weniger Sekunden. Besonders belastend wird die Situation für Geschädigte, wenn der Unfallverursacher anschließend weiterfährt. Genau mit einem solchen Fall wurde ich nach einem abendlichen Anruf eines Kunden konfrontiert.
Der Kunde aus dem Raum Münster berichtete mir von einem Unfall auf der Autobahn A1 in Richtung Münster. Nach seinen Angaben hatte ein anderer Verkehrsteilnehmer durch mehrere riskante Fahr- und Überholmanöver verschiedene Fahrzeuge gefährdet und teilweise beschädigt. Auch der Ford S-Max meines Kunden wurde dabei im vorderen linken Fahrzeugbereich getroffen.
Der zunächst unbekannte Fahrer setzte seine Fahrt fort. Da jedoch mehrere Verkehrsteilnehmer betroffen waren und es zahlreiche Zeugen gab, konnte das betreffende Fahrzeug nach Angaben meines Kunden im weiteren Verlauf identifiziert werden.
Für mich als Kfz-Sachverständiger begann anschließend die technische Seite des Falls: die Besichtigung und Dokumentation des entstandenen Unfallschadens.
Der Anruf am Abend: Unfall auf der A1 und der Verursacher ist weitergefahren
Am Abend erhielt ich den Anruf des Kunden. Bereits im ersten Gespräch schilderte er mir, dass es sich nicht um einen gewöhnlichen Verkehrsunfall gehandelt hatte.
Er sei mit seinem Ford S-Max auf der A1 in Richtung Münster unterwegs gewesen, als ein anderer Fahrer durch eine besonders auffällige und nach seiner Wahrnehmung gefährliche Fahrweise aufgefallen sei.
Nach Schilderung des Kunden überholte das betreffende Fahrzeug andere Verkehrsteilnehmer sowohl rechts als auch links und soll teilweise sogar den Seitenstreifen genutzt haben. Beim anschließenden Einscheren seien mehrere Fahrzeuge beschädigt worden.
Eines davon war der Ford S-Max meines Kunden.
Der Kontakt erfolgte im Bereich der vorderen linken Fahrzeugseite.
Gerade auf einer Autobahn können solche Situationen innerhalb weniger Augenblicke entstehen. Bei höheren Geschwindigkeiten bleibt den Beteiligten oftmals kaum Zeit, die Situation vollständig zu erfassen oder sich beispielsweise ein Kennzeichen zu merken.
„Es ging alles so schnell“ – Kennzeichen zunächst unbekannt
Bei der späteren Fahrzeugbesichtigung erzählte mir der Kunde noch einmal ausführlich, wie er den Unfall erlebt hatte.
Nach seinen Angaben ging alles so schnell, dass er selbst das Kennzeichen des verursachenden Fahrzeugs nicht erkennen beziehungsweise sich nicht merken konnte.
Das ist nach einem überraschenden Unfallereignis durchaus nachvollziehbar. In diesem Moment konzentriert sich der Fahrer zunächst darauf, das eigene Fahrzeug unter Kontrolle zu halten und eine weitere Kollision zu vermeiden.
In diesem Fall gab es allerdings einen entscheidenden Vorteil: Es waren mehrere Fahrzeuge und Verkehrsteilnehmer betroffen.
Dadurch existierten nach Angaben meines Kunden zahlreiche Zeugen. Mehrere Personen konnten Hinweise auf das betreffende Fahrzeug geben. Die Polizei wurde verständigt und nahm den Sachverhalt auf.
Nach dem mir mitgeteilten Sachstand konnte das Fahrzeug beziehungsweise der verantwortliche Fahrer schließlich identifiziert werden.
Für den Geschädigten war dies natürlich eine wichtige Entwicklung, denn unmittelbar nach dem Unfall war zunächst nicht klar, ob der Verursacher überhaupt festgestellt werden konnte.
Beschädigung am Ford S-Max vorne links
Bei meiner Besichtigung konzentrierte ich mich auf die sachverständige Aufnahme des Fahrzeugschadens.
Am Ford S-Max befand sich der unfallbedingte Schaden im Bereich der vorderen linken Fahrzeugseite.
Bei einer Begutachtung geht es jedoch nicht nur darum, einige Fotos von sichtbaren Kratzern oder Beschädigungen anzufertigen. Entscheidend ist eine nachvollziehbare technische Dokumentation des Schadenbildes.
Dazu werden – abhängig vom konkreten Schaden – die betroffenen Bauteile und Schadenbereiche aufgenommen, der Fahrzeugzustand dokumentiert und die für die Schadenkalkulation erforderlichen Daten erfasst.
Gerade bei seitlichen Kontakt- oder Streifschäden muss genau geprüft werden, welche Bauteile tatsächlich vom aktuellen Ereignis betroffen sind und welche Reparaturmaßnahmen technisch erforderlich beziehungsweise kalkulatorisch anzusetzen sind.
Das Ziel eines Kfz-Schadengutachtens ist eine möglichst objektive und nachvollziehbare Dokumentation des festgestellten Fahrzeugschadens.
Warum eine gründliche Beweissicherung nach einer Fahrerflucht wichtig sein kann
Ein Unfall mit zunächst unbekanntem Verursacher zeigt besonders deutlich, welchen Stellenwert eine frühzeitige Dokumentation haben kann.
Fotos von der Unfallstelle, Angaben möglicher Zeugen, polizeiliche Unterlagen und die Dokumentation des Fahrzeugschadens können für die weitere Bearbeitung eines Schadenfalls von Bedeutung sein.
Wer nach einem Unfall feststellt, dass sich der andere Beteiligte entfernt hat, sollte – sofern dies gefahrlos möglich ist – relevante Informationen sichern und die Polizei verständigen.
Bei einem Unfall auf der Autobahn steht selbstverständlich zunächst die Sicherheit im Vordergrund. Niemand sollte sich für Fotos oder die Aufnahme eines Kennzeichens selbst in Gefahr bringen.
In unserem Fall war die große Anzahl an Zeugen besonders hilfreich. Obwohl mein Kunde das Kennzeichen selbst nicht erkennen konnte, konnten andere Verkehrsteilnehmer nach seiner Schilderung entscheidende Hinweise geben.
Mehrere Geschädigte und Zeugen können bei der Aufklärung entscheidend sein
Dieser Fall ist ein gutes Beispiel dafür, wie wichtig Zeugen nach einem Verkehrsunfall sein können.
Der Kunde selbst konnte aufgrund des schnellen Geschehens nur einen Teil der Situation wahrnehmen. Andere Verkehrsteilnehmer hatten wiederum andere Blickwinkel auf das Geschehen.
Wenn mehrere Beobachtungen zusammengeführt werden, können sich daraus wichtige Hinweise für die polizeilichen Ermittlungen ergeben.
Für mich als Kfz-Gutachter ist dabei eine klare Trennung wichtig: Die Ermittlung eines möglichen Unfallverursachers und die rechtliche Bewertung des Unfallgeschehens sind nicht Aufgabe des technischen Sachverständigen.
Meine Aufgabe besteht insbesondere darin, den Fahrzeugzustand und das festgestellte Schadenbild fachlich zu dokumentieren sowie – je nach Auftrag und Schadenfall – die erforderlichen technischen und kalkulatorischen Feststellungen zu treffen.
Kfz-Gutachter in Münster nach einem Verkehrsunfall
Ob der Unfall direkt in Münster, auf der A1 bei Münster oder im weiteren Münsterland passiert: Nach einem unverschuldeten Verkehrsunfall entstehen für Betroffene häufig viele Fragen.
Wie hoch ist der Schaden? Welche Reparaturkosten sind zu erwarten? Liegt möglicherweise ein wirtschaftlicher Totalschaden vor? Welche unfallbedingten Beschädigungen sind vorhanden? Wie lässt sich der Fahrzeugzustand nachvollziehbar dokumentieren?
Ein qualifiziertes Unfallgutachten kann – abhängig vom konkreten Schadenfall – unter anderem Feststellungen zu Reparaturkosten, Wiederbeschaffungswert, Restwert, Reparaturdauer und gegebenenfalls weiteren schadenrelevanten Positionen enthalten.
Welche Ansprüche im konkreten Einzelfall tatsächlich bestehen und durchsetzbar sind, ist eine rechtliche Frage und hängt von den jeweiligen Umständen des Schadenfalls ab.
Als unabhängiger Kfz-Sachverständiger für Münster und NRW unterstütze ich Geschädigte bei der technischen Schadenaufnahme und Dokumentation ihres Fahrzeugs.
Auch abends für meine Kunden erreichbar
Der Fall zeigt außerdem, warum mir eine flexible Erreichbarkeit wichtig ist.
Unfälle halten sich nicht an klassische Bürozeiten.
Der Kunde meldete sich am Abend bei mir und konnte zunächst schildern, was auf der Autobahn passiert war. Anschließend konnte die weitere Vorgehensweise für die Fahrzeugbesichtigung abgestimmt werden.
Gerade nach einem außergewöhnlichen Unfallereignis wie diesem ist es für viele Geschädigte hilfreich zu wissen, welche nächsten Schritte hinsichtlich der Fahrzeugbegutachtung erforderlich sind.
Mein Einsatzgebiet beschränkt sich dabei nicht ausschließlich auf Dortmund. Als Kfz-Gutachter in NRW bin ich auch für Kunden in Münster und im Münsterland unterwegs und kann Fahrzeugbesichtigungen je nach Absprache beispielsweise beim Kunden, an einer Werkstatt oder an einem anderen geeigneten Standort durchführen.
Fazit: Fahrerflucht auf der A1 – dank mehrerer Zeugen konnte der Fahrer identifiziert werden
Was als gewöhnliche Fahrt auf der A1 in Richtung Münster begann, entwickelte sich für meinen Kunden innerhalb weniger Sekunden zu einem außergewöhnlichen Schadenfall.
Nach seiner Schilderung führte ein Verkehrsteilnehmer mehrere gefährliche Überhol- und Fahrmanöver durch, fuhr rechts und links an anderen Fahrzeugen vorbei und soll teilweise auch den Seitenstreifen genutzt haben.
Beim Wiedereinscheren wurden mehrere Fahrzeuge beschädigt – darunter der Ford S-Max meines Kunden an der vorderen linken Seite.
Der Verursacher fuhr zunächst weiter.
Mein Kunde selbst konnte sich aufgrund des schnellen Geschehens kein Kennzeichen merken. Da jedoch mehrere Fahrzeuge betroffen waren und zahlreiche Verkehrsteilnehmer das Geschehen beobachtet hatten, standen der Polizei mehrere Zeugen zur Verfügung. Nach Angaben meines Kunden konnte das betreffende Fahrzeug beziehungsweise der Fahrer schließlich identifiziert werden.
Anschließend ging es darum, den entstandenen Schaden am Ford S-Max fachgerecht aufzunehmen und nachvollziehbar zu dokumentieren.
Solche Fälle zeigen, wie wichtig das Zusammenspiel aus Zeugen, polizeilicher Unfallaufnahme und technischer Beweissicherung am beschädigten Fahrzeug sein kann.
Kfz-Gutachter Münster & NRW – schnelle Hilfe nach einem Unfall
Sie hatten einen Verkehrsunfall in Münster, auf der A1 oder im Münsterland und benötigen eine professionelle Begutachtung Ihres Fahrzeugs?
Als unabhängiger Kfz-Sachverständiger unterstütze ich Sie bei der fachgerechten Schadenaufnahme und Erstellung eines Kfz-Schadengutachtens.
Kfz-Gutachter Eduard Sauer
Unabhängiger Kfz-Sachverständiger
Vor-Ort-Service in Münster, Dortmund und NRW
Kurzfristige Terminvereinbarung möglich
Schätzung ist gut, Gutachten ist besser.